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Wohnungsübergabe. Die Kieferchirurgin Corinna zieht aus, ihr Vermieter Joachim Hufschmied verwickelt sie in ein letztes Gespräch – Trauerrituale auf Madagaskar, finnische Eidechslein, die erfrieren und unversehrt wieder auftauen - ihre Themen kreisen um Leben und Tod, dabei sind die Abwesenden stets Gegenstand ihres Dialogs. Corinnas Putzwut ist ein kleiner Zeh entgangen, Joachims neugierigen Augen allerdings nicht – man übt sich in der Kunst der Täuschung, doch nahe am Abgrund locken dunkle Bedürfnisse. Und statt wie angekündigt ihrem Freund nach Peru zu folgen, quartiert sich Corinna bei ihrer Mutter Mechthild ein. Die Biologin hält sich an den Prozessen der Photosynthese fest, während sie ihrer Tochter weder Zuneigung noch Verständnis entgegen bringen kann. Schliesslich begegnen sich auch Mechthild und Joachim, man kennt sich bereits. Und Corinna? Sie könnte bei einem Autounfall ums Leben gekommen sein. So behauptet es zumindest Mechthild.

Zwei Männer und ein Musiker begegnen sich mit dem Text Dunkel lockende Welt in einem tragikomischen Rollenspiel. Mit einer Mischung aus Humor, Obsession und Liebenswürdigkeit setzten sie sich ihrer Suche nach der eigenen Identität aus und versuchen, ihre persönliche Beziehung zur Mutter aufzubrechen. In drei Bildern trauern und verdrängen sie mit grosser Sehnsucht in einem Sog aus Aufbruch, Zuflucht und Abschied.


von Händl Klaus
17. Mai - 27. Juni 2011
Schauspielhaus Zürich

Einladung Prager Theaterfestival der Deutschen Sprache, November 2011
Nomination Beste Nachwuchskünstlerin (Regie), "Theater heute", 2011