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„Heute Morgen bin ich durchgedreht“, beginnt die Frau aus der neuen Heimat zu erzählen. Sie spricht zunächst von harmlosen Spaziergängen, dann aber wird eine Polizeikontrolle zum Übergriff, eine Begegnung mit Landsmännern zur brutalen Demütigung. Der Mann, dem sie die Geschichten anvertraut, stellt immer wieder prüfend Detailfragen. Ist er ihr Partner oder will er sie entlarven? Wo ist sie, wo ist er? Ist die Flucht in ein neues Leben geglückt oder sind die beiden getrennt worden? Irgendwo läuft ein Tonband – lebenswichtige Beweismittel oder Notate zur Selbstvergewisserung? Welche Geschichte muss die Frau erzählen, um Bleiberecht zu erhalten?

Das Kurzstück „Welches Jahr haben wir gerade?“ gewann als eines von drei Stücken den Autorenwettbewerb der Autorentheatertage 2017. Wichtiges Vorbild für „Welches Jahr haben wir gerade?“ war für die iranische Autorin Afsane Ehsandar der Dialog „Ashes to Ashes“ des britischen Dramatikers Harold Pinter, worin vieles zunächst fantastisch und rätselhaft wirkt, sich aber im Verlauf der Geschichte als eine Logik verschiedener Erzählebenen entschlüsselt.

They are two of them, a woman and a man, in a foreign country they try to create normality. But have they already arrived at all? Are they secure or still on a dangerous way? Is it their story at all? Somewhere a tape is running. There are voices, constantly reporting, tentatively looking for confidence, for fragments of their memory. A drama about the impossibility to speak about the unspeakable.
Coproduction of Schauspielhaus Zürich and Deutsches Theater Berlin

von Afsane Ehsandar, Uraufführung

Premiere 22. Juni 2017
Deutsches Theater Berlin

Premiere 17. September 2017
Schauspielhaus Zürich

Autorentheatertage Berlin 2017
Deutsches Theater Berlin in Koproduktion mit dem Schauspielhaus Zürich