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Hyde übt einen seltsamen Einfluss auf die Menschen aus: bereitwillig vertrauen sie sich ihm an. Dunkle Seiten, verjährte Taten, menschliche Schwächen – kein Geheimnis scheint ihm verschlossen zu bleiben. Doch im Nachhinein kommt bei vielen ein Gefühl der Entblößung und der Scham hoch. Sie sind überzeugt: Nicht ihre Geheimnisse sind das Problem, sondern Hyde ist schuld an allem. In der festgefügten Gesellschaft gibt es wenig Nachsicht für einen, der Rollen, Umgangsformen und Beziehungen ins Wanken bringt. Zudem wird es zu einem herausfordernden Ärgernis, dass sich Hyde so hartnäckig beim hochgeschätzten Dr. Jekyll einnistet. Welche Abhängigkeiten stecken dahinter, wer benutzt hier wen? Führt Hyde einen veritablen Weltuntergang herbei oder ist er nur ein Verunsicherungsgaukler?

Moritat und Kriminalgeschichte in einem: Robert Louis Stevenson schrieb 1886 mit der Novelle „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ einen Klassiker über Doppelgängertum. Stephan Teuwissens Hyde ist selbständig. Er, der sich selbst ein Rätsel ist, bringt die Abgründe der Einzelnen sowie gesellschaftliche Verwerfungen zum Vorschein.

The enigmatic Mr. Hyde has a strange and magnetic influence over people and everyone confides in him. But after exposing their secrets, insecurities start to set in and Hyde becomes the source of blame for everything. This society grows uneasy with someone whose behaviour infects their perceptions of their own roles, manners and relationships...
Moreover, what is this peculiar relationship that Hyde has with the highly-considered Dr. Jekyll? Is Hyde going to procure the end of the world or is he just a juggler who alienates everybody?
A gloomy and vivid victorian picture book.


von Stephan Teuwissen, Uraufführung
frei nach R. L. Stevenson

Premiere 12. Mai 2017
Theater Baden-Baden