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Vor langer Zeit hat es einen leicht weltfremden Herrn aus dem Norden an den Thuner See verschlagen. Er lässt sich von einem "reizenden Bernermeitschi" bewirten, liebt die Landschaft, und ihm schweben Dinge vor wie: "eine wackere Tat, ein Kind und ein schönes Gedicht". Sein Name: Kleist.

Hundert Jahre später schreibt Robert Walser über ihn eine kurze, ironisch-einfühlsame Erzählung. Darin beschreibt er den jungen Dichter als verträumt, schrullig und etwas überkandidelt. Figuren, die ausfransen liegen Walser und verspottet er auch hie und da den Dichterkollegen mit flapsig-frechen Sprüchen, so nähert er sich ihm gleichzeitig mit seiner ganzen helvetischen Melancholie. In dieser Inszenierung treten Kleist, Walser und gleich ganz Thun auf.
Die Bühne ist Hörsaal, Schaubude, Schreibecke, Schmiede und Marktplatz zugleich. Mit poetischen Brechungen, Musik, Gepolter und Scherz, aber immer liebevoll versucht diese Nachstellung Kleist und Walser das Klassische, Allzuklassische zu nehmen und zerbrechliche Menschen in ihrer Kindlichkeit, ihrer Grüsse und Verlorenheit in den Vordergrund zu rücken.

Werkstattblog


Porträt des Künstlers als verzweifelter Kleist von Robert Walser
1. März 2012 - 6. März 2015
Theater Stadelhofen Zürich & diverse Gastspiele